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| Biografien von Zitherspielern
aus Wien |
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Johann Petzmayer (18.1.1803 Zistersdorf
(Nö) 29.12.1884 München)
Avancierte nach umfangreicher Reisetätigkeit im Trio mit F. Heftner
(Violine) und N. Schmutzer (Gitarre) und solistischen Auftritten 1837
zum Kammervirtuosen am Hof von Maximilian in Bayern. Das Gasthaus
seines Vaters, in dem Petzmayer zum ersten Mal mit der Zither in Berührung
kam, stand in der Rauchfangkehrergasse am Schottenfeld, heute Wien
7, Hermanngasse. |
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Alexander Baumann (7.2.1814
26.12.1857 Wien)
Schriftsteller und Dichter volkstümlicher Bühnenstücke
und Gedichte, bei deren Vortrag er sich selbst auf der Zither begleitete.
Sein Brotberuf war der eines Official des k.k. Kabinetts-Archives
und so war er auch mit Franz Grillparzer bekannt. Besonders populär
wurde die Sammlung Gebirgsbleamln
für die einfache Zither. |
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Anton Kiendl (10.6.1816 Mittenwald
13.1.1871 Wien)
Instrumentenbauer,
Musikverleger (Die
nordische Biene, Frühlingsboten,
Albumblätter
u.v.a.), Zitherspieler, Komponist. |
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Carl Ignaz Umlauf (21.9.1824 Baden/Wien
13.2.1902 Wien)
Komponist, Arrangeur, Zitherspieler, »Begründer« der
»Wiener Stimmung« , Autor einer Zitherschule, die bis 1887
in 27.000 Exemplaren verkauft wurde, Herausgeber der in 37 Jahrgängen
zu 18 Heften erschienenen Salon-Alben
für Zitherspieler. Siehe Inhaltsverzeichnis
der Salonalben für Zitherspieler. |
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Johann Dubez (8.3.1828 Neulerchenfeld
27.10.1891 Wien)
Johann Dubez war Gitarrist, Harfenist, Zitherspieler und Komponist,
der in der Wiener Zitherlandschaft von großer Bedeutung war und allseits
hohes Ansehen genoß. Er war besonders in einigen großen Wiener Zithervereinen
und 'Dachverbänden' engagiert, zum Beispiel als Präsident
des 1.
Wiener Zitherklub (1875). In Wiener Musikverlagen finden sich
Sammlungen (Der Melodien-Sammler für Zither, Der beliebte Zitherspieler
und Musik für Zither) und Einzelausgaben für die Instrumente des ebenso
virtuosen wie vielseitigen Musikers. Werkverzeichnis
mit Werken, die in Hofmeister-Whistling verzeichnet sind. Johann Dubez
und sein Werk sind Gegenstand von Forschungen des vorarlberger Gitarristen
und Pädagogen Michael Siberichs-Nau. Mehr darüber hier.
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Melanie Etterlin
Zithervirtuosin und Klaviervirtuosin aus Wien. Entstammte wohl dem
Umfeld von Johann Dubez und hatte im Sommer 1858 Gelegenheit, sich
vor dem König von Preußen und dem Hof von Sans Soucis bzw.
vor dem König von Hannover zu präsentieren. Einer Zeitungskritik
zufolge »entwickelte [sie] auf der Zither [
] eine Bravour,
die man auf diesem sonst so undankbaren Instrumente kaum für möglich
halten sollte« Auftritte im Wiener Musikvereinssaal sind ebenso
belegt wie Veröffentlichungen in Wiener Musikverlagen. |
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Wilhelm Holler (1830 1878)
Komponist, Zithervirtuose und Gesangshumorist. Herausgeber seiner
Compositionen
und Transkriptionen für die Zither, einem von ihm eingerichteten
Tanzalbum für die Zither und zahlreichen Einzelwerken,
wie z.B. Vier Lieder ohne Worte Op.1, alle verlegt bei
Carl Haslinger, Wien. |
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Anton J. Paschinger (16.3.1825 nicht:15.9.1830 16.4.1900
Wien)
Geiger am Wiener Carltheater, im Orchester von Johann Strauß
und am Wiener Stadttheater. Inhaber einer Musikschule
in Wien. Herausgeber des Compositionen
und Transkriptionen für die Zither. Interpret des Zithersolo
im Johann-Strauß-Walzer Geschichten aus dem Wienerwald bei
der Uraufführung 1868. Mehr
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Josef Formanek (19.4.1844 Vrbovec
bei Klattau 1926 Prag?)
Zitherspieler, Autor einer »Anleitung zum polyphonen Zitherspiel«
u.a. |
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August Huber (28.8.1845 Wien
2.2.1917 Graz) |
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Carl Franz Enslein (4.6.1849 Wien
- 29.7.1907 Wien)
Zitherspieler, Komponist, Autor einer Zitherschule (1939 von Heinrich
Pröll für den Verlag Bosworth neu herausgegeben). |
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Joseph Haustein (25.8.1849 Vorderbrühl
/ Wien 21.8.1926 Mödling). Kontrabassist im Hofburgtheater,
Zitherspieler, Komponist (bis 1886 in Wiener Stimmung), Lehrer, Autor
der »Schule der Geläufigkeit« , 1886 Gründung
des »Wiener Zither-Reformverein« (mit A.R. Lerche u.a.)
um in Wien die Normalstimmung durchzusetzen
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Alois Rudolf Lerche (17.6.1851
Wien 24.3.1925 Wien)
Zitherspieler (»Wiener
Zithertrio« gemeinsam mit Franz Wagner und Josef Riener),
Komponist, Inhaber einer Zitherschule,
Redakteur Herausgeber und Inhaber des Fachblattes »Der Troubadour«
, wechselt 1886 von der Wiener- zur Normalstimmung, Musikalienhändler
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Anton Martin Sacher (19.4.1852
Wien 9.12.1919 Wien)
Zitherspieler (auch: Sänger), Zitherlehrer, Komponist, 1886 Schriftführer
des »Zither-Fachvereines in Wien«, 1892 verantwortlicher
Redakteur des »Centralblatt
der Zithervereine der österr.-ungarischen Monarchie« , Herausgeber
einer Gesangsschule (1893), Autor einer Zitherschule
(1912) u.a. Lehrwerken |
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Franz Wagner (23.8.1853 Wien
7.3.1930 Graz)
Zitherspieler (»Wiener
Zithertrio«) gemeinsam mit Alois Rudolf Lerche und Josef
Riener), Komponist, Inhaber einer
Zitherschule, 1882 Gründung des
»Ersten Wiener Zither-Journal« (ab 1887 »Wiener
Zither-Zeitung« ), 1992 Redakteur und Herausgeber der »Internationalen
Musik- und Instrumenten-Zeitung« , später (ab 1995) »Neue
musikalische Presse«
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Josefine Jurik
(30.5.1857 [30.6.1859?] Brod/Ungarn 1.8.1895 bei Marburg)
Ausbildung auf der Zither bei Marianne Gremling in Wien. Erstes Auftreten
1875 bei den Konzerten des Wiener Zitherklubs. 1882 Gründung
des I. Wiener Damen-Zitherklubs. Ab 1883 Herausgeberin und
Redakteurin der Zeitschrift Der Zitherfreund. 1884 und danach
in Marburg bzw. in der Villa Ribic im naheliegenden Leitersdorf beheimatet.
Zahlreiche Beiträge in Zitherzeitschriften. 1895 beim Baden in der
Drau verunglückt. Im Lexikon deutscher Frauen der Feder (Berlin
1898) als „Dichterin, Kunstkritikerin und Jugendschriftstellerin“
bezeichnet.
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Eduard J. Nikl (1.3.1865
12.3.1922 Wien)
Zitherspieler (»Wiener Secessionsensemble« gemeinsam mit
Ferdinand Kollmanek, Anton Smetak, Leonie Scholz-Krauskopf, Josephine
Novy und Ludwig Zborzil), Komponist, Lehrer in Wien-Hernals. |
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Ferdinand Kollmaneck (11.2.1871
Wien 13.7.1941 Leipzig)
Zitzherspieler (»Wiener Secessionsensemble« gemeinsam mit
Eduard Nikl, Anton Smetak, Leonie Scholz-Krauskopf, Josephine Novy
und Ludwig Zboril), Erfinder der »Ideal-Reformzither« ,
Komponist (auch zahlreiche Chor- und Orchesterwerke), Dirigent, Lehrer,
Autor einer zweibändigen Zitherschule, Inhaber einer Zitherschule,
Herausgeber der Zeitschrift »Chronik der Volksmusik« , Musikverleger
(Musikverlag
»Hella« ) |
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Hans Lanner (5.12.1873 Reichenau/Rax
14.2.1964 Reichenau/Rax) Publikation
Holzarbeiter, weitgehend autodidakter Zitherspieler und Komponist,
seit 1914 »Kammerzitherspieler« von Kaiser Karl. Hinterlässt
über seine Reisen mit dem kaiserlichen Paar einen schriftlichen
Bericht (»Tagebuch« ) und zahlreiche Originalkompositionen.
In seiner Jugend hatte er vielleicht Kontakt mit Carl Enslein, dessen
Kontakt mit dem Inhaber des Hotels »Thalhof« unweit
Lanners Geburtstätte verbürgt ist. In der zweiten
Lebenshälfte Lehrer und Komponist für Zither in Reichenau,
wo nach ihm die Musikschule benannt wurde. |
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George Klammer
Militärkapellmeister in Wien, einige Bühnenmusiken (z.B.
im Wiener Jantsch-Theater), Director der Societé Philharmonique
von Patras und (ca. 1904) königlich griechischer Hofkapellmeister.
Studienwerke für die Zither (25 leichte melodische Übungen
Op.45, 12 melodische Etüden Op.54, Tonleitern und Akkordzerlegungen
Op.55 u.v.a.), Zahlreiche Kompositionen für die Zither, Lieder,
Werke für Männerchor (Vertonung von Rosegger-Gedichten) |
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Richard Grünwald (13.3.1877
Budapest 10.5.1963 Wien)
Zitherspieler, Komponist, Autor (Zitherschule »Meine Methode«),
Verleger (Musikverlag Grünwald), 1919 Herausgeber der Zeitschrift
»Muse des Saitenspiels« (ab 1927 gemeinsam mit der »Wiener
Zither-Zeitung« ), Gründer der »Deutschen Zither-Konzert-Gesellschaft«
Der Musikverlag Grünwald wurde laut einer Meldung des
Deutschen Zitherbundes am 1. März 2004 an den Zithervirtuosen
Tomy Temerson verkauft. |
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Erwin Minnich (? 31.1.1960
Wien)
Zitherspieler (»Zitherquartett Minnich« gemeinsam mit Stummvoll,
Franz Glatzhofer, H. Walter und R. Ornstein), Komponist, 1929 Dirigent
des »Wiener Arbeiter-Zitherklubs Harmonie« (nach Pröll
und Wisnetzky), Leiter des 1933 Präsident des »Österreichischen
Zitherbundes« (1938 aufgelöst), Inhaber einer Papier- und
Saitenhandlung in Wien 7 |
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Carl Pühringer (1.12.1880
Ischl 10.9.1952 Salzburg) |
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Josef Fux (8.3.1888 Aschach an
der Donau – 14.9.1955)
Zitherspieler (auch: Flöte, Klarinette, Fagott), Komponist, Volkschullehrer,
langjähriger Leiter des Zithervereins Harmonie in Linz. Werkausgaben
in drei Sammlungen: Kompositionen für Zither, Musenkinder
und Für Geist und Herz |
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Karl Maisel (3.11.1890 Wien
13.3.1982 Wien)
Sozialistischer Politiker, Gewerkschafter in der Zwischenkriegszeit,
Mentor des »Landstraßer Arbeiter Zitherklub« (ab 1921
unter H. Pröll, später »Zitherklub Josef Haustein«
bzw. »Wiener Zitherfreunde Joseph Haustein« ), 1934 illegaler
Gewerkschaftsfunktionär (bis 1937, 1939 KZ Buchenwald), 1945
1956 Bundesminister für Soziale Verwaltung, Präsident
der Kammer für Arbeiter und Angestellte, Vizepräsident des
Österreichischen Gewerkschaftsbundes
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Heinrich Pröll (29.6.1899
Wien 22.2.1980 Wien)
Zitherspieler (»Wiener Zithermeister-Quartett« gemeinsam
mit H. Holbik, V.Obdraschek und F. Jilg), Lehrer am Konservatorium
der Stadt Wien, Mentor der Lehrerausbildung überhaupt, über
57 Jahre Leiter der »Wiener Zitherfreunde Joseph Haustein«
, Autor einer Zitherschule (dreibändig, ab 1946 bei Doblinger),
Neuredaktion der Zitherschulen von Enslein, Sacher und Umlauf (Ausbildungsstand
II) für den Verlag Franz Christ (1950), von 1930 an zahlreiche
Aufnahmen für Radio und Fernsehen |
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August Viktor Nikl (24.1.1900
Wien 15.8.1988 Wien)
Komponist, Kapellmeister und Korrepetitor, Lehrer für Harmonielehre,
Musikgeschichte und Geschichte und Wesen der Zither an der »Wiener Zitherakademie
für das höhere Zitherspiel und zur Heranbildung von Zitherlehrkräften.« Autor
des Buches »Die Zither« (Wien, 1927) |
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Anton Karas (7.7.1906 Wien
10.1.1985 Wien)
Volksmusiker, Komponist der Filmmusik zu »Der dritte Mann« |
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Dr. Franz Georg Knotzinger (16.3.1908
31.12.1993 Wien). Zitherspieler (»Wiener Zithertrio«
gemeinsam mit Franz Jordak und Franz Baasch), Musikkritiker,
Autor von Schulfunksendungen, »Mitarbeiter des Verbandes der
Volkskunstgruppen Österreichs« u.v.a.
Eine ausführliche Biographie findet sich in der Ausgabe 4 der
Zeitschrift Insaiter. |
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Friedrich Weber (10.11.1921 Gaming
4.9.1994)
Postbeamter 1939 bis 1982, Musiker (Geige, Zither, Akkordeon, Blockflöte,
Piccoloflöte, Klavier), Musiklehrer an der Musikschule in Gaming
(1967 Lehrbefähigungsprüfung in Zither) und Komponist (rund
520 Kompositionen, etwa zwei Drittel davon für Zither, der Rest
für Blasmusik). 1949 erscheinen einige Kompostionen im »Europäischen
Verlag« (Wien 9), alle anderen Kompositionen im Eigenverlag.
Zahlreiche Konzerte im Rahmen des Wiener Zithervereins »Joseph
Haustein« .
Eine ausführliche
Biographie findet sich auf der Hompage
seines Eigenverlages, wo auch seine Werke verzeichnet sind. |
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