Anton J. Paschinger
16.3.1825, Wien - 16.4.1900, Wien

Anton Josef Paschinger absolvierte die Wiener Kunstakademie und das Konservatorium. Obwohl begabter Blumenmaler , entschied er sich rasch für eine musikalische Karriere. Er begann als Violinist am Carltheater, war später Primgeiger des Johann-Strauß-Orchesters und bereits als 22jähriger auf Konzertreisen. Paschinger war bei der Uraufführung des Strauß-Walzers "Geschichten aus dem Wienerwald" im Jahr 1868 Interpret des weltbekannten Zithersolos.

Ab 1872 war Anton J. Paschinger Orchesterdirektor und 1. Violinist am Wiener Stadttheater (heute Ronacher). Später gründete er eine Musikschule und widmete sich nur noch dem Unterricht und der Komposition. Zu seinen Schülern zählen Franz Wagner und Josef Stanislaw.

1878-1894 war Paschinger Herausgeber des Zither-Journals für elegische und heitere Piècen; außerdem Verfasser zahlreicher Beiträge für die zeitgenössische Fachpresse und Autor einer 1898 bei Rörich erschienenen Harmonielehre. Seine Kompositionen, Transkriptionen, Schulwerke und Etüden für die Wiener Zither sind sehr populär geworden.

Die Grabstätte des Kammervirtuosen auf dem Wiener Zentralfriedhof wurde erst kürzlich wieder aufgefunden.

1.9.2008